Weihnachtslieder zum mitsingen

In der Kirche können wir in diesem Jahr zu Weihnachten nicht singen. Zuhause schon! Rene Broschwitz hat eine kleine Auswahl an der Schwepnitzer Orgel eingespielt. Neben einem kurzen Hinweis zur Entstehung der Lieder gibt es noch die Abbildung der jeweilig mutmaßlich ältesten Notationen.

Kleine Weihnachtsfrage

Welches Lied spielt Rene hier?

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Macht hoch die Tür, die Tor macht weit ist ein in Ostpreußen entstandenes Kirchenlied aus dem 17. Jahrhundert. Es gehört sowohl in der evangelischen Kirche (Evangelisches Gesangbuch Nr. 1[1]), in der römisch-katholischen Kirche (GotteslobNr. 218;[2] Gotteslobalt Nr. 107[3]), in der Neuapostolischen Kirche,[4] als auch in vielen evangelischen Freikirchen (FL Nr. 179, MG Nr. 233) zu den bekanntesten und beliebtesten Adventsliedern und wurde auch in andere Sprachen übersetzt, beispielsweise im Jahre 1853 von Catherine Winkworth ins Englische unter dem Titel Lift up your heads, ye mighty gates.[5] Der Text stammt von Georg Weissel (1590–1635) und wurde 1623 anlässlich der Einweihung der (evangelischen) Altroßgärter Kirche in Königsberg verfasst. Die heute mit dem Text verbundene Melodie fand sich erstmals im Freylinghausen’schen Gesangbuch (1704)

Es ist ein Ros entsprungen ist ein ursprünglich wohl zweistrophiges, kirchliches Weihnachtslied aus dem 16. Jahrhundert. Sein Text bezieht sich auf Jes 11,1a EU: „Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht“. Die Melodie zum Text findet sich im Speyerer Gesangbuch (gedruckt in Köln 1599). Der Komponist ist unbekannt.[1] Die populäre Textfassung der zweiten Strophe schuf der protestantische Komponist Michael Praetorius, der einen weitverbreiteten vierstimmigen Chorsatz zu dem Lied verfasste, im Jahre 1609.




Den im Original fünfzehnstrophigen Text schuf der lutherische Theologe und Dichter Paul Gerhardt. Er wurde 1653 in Johann Crügers Gesangbuch Praxis Pietatis Melica veröffentlicht. An die Stelle des Wir der meisten Lieder der Reformationszeit tritt die Ich-Form. Dieses Ich ist jedoch in Paul Gerhardts Verständnis exemplarische Selbstaussage des kirchlichen Glaubens, nicht quasi-biografische Selbstdarstellung. Gerhardt folgt auch in diesem Lied einer Frömmigkeitsbewegung im orthodoxen Luthertum, die unter anderen von Johann Arndt angeregt wurde.[1] Obwohl das Lyrische Ich und das Jesuskind als getrennte Personen gedacht werden, wird eine Art Paarmystik angestrebt, eine Frömmigkeit, wie sie später für den Pietismus kennzeichnend wurde. Sie endet in diesem Lied mit dem Wunsch, dass das lyrische Ich selbst die Krippe sein möge, in der Jesus liegt. Der Text lebt von Kontrasten wie Größe – Kleinheit, Armut – Reichtum, wobei das scheinbar arme und schwache Kind in der Krippe als wahrhaft mächtig und reich erkannt wird, der Glaubende, der ihm begegnet, sich dagegen als armselig und leer erfährt, solange das Kind ihn nicht beschenkt und verwandelt.

O du fröhliche ist eines der bekanntesten deutschsprachigen Weihnachtslieder. Seine Melodie beruht auf einer sizilianischen Volksweise. Dichter der ersten von drei Strophen ist der WeimarerWaisenvaterJohannes Daniel Falk (1768–1826), die beiden folgenden wurden von Heinrich Holzschuher (1798–1847) aus Wunsiedel in ihre heute gebräuchliche Form umgeschrieben.

Stille Nacht, heilige Nacht gilt weltweit als das bekannteste Weihnachtslied und als Inbegriff des Weihnachtsbrauchtums im deutschen Sprachraum. Es wurde am 24. Dezember 1818 in einer römisch-katholischen Kirche in Oberndorf bei Salzburgmit einer Melodie von Franz Xaver Gruber und dem Text von Joseph Mohr erstmals aufgeführt. Seither ist der deutsche Liedtext weltweit in 320 Sprachen und Dialekte übersetzt und gesungen worden.[1] Von den ursprünglich sechs Strophen werden in der allgemein bekannten Fassung nur die erste, zweite und letzte Strophe gesungen. 2011 wurde Stille Nacht, heilige Nacht von der UNESCO auf Antrag als immaterielles Kulturerbe in Österreich anerkannt.

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