Impuls 23.02.2021 – Gottes Lächeln weitergeben

Heute möchte ich etwas aus einem Andachtsbuch von Adrian Plass weitergeben.
Er schreibt über die Helden des Alten Testamentes:

Hiob

Ja, auf mich hörten alle Leute, sie warteten schweigend auf meinen Rat. Nach mir sprach kein Zweiter mehr; meine Worte sogen sie auf. Sie warteten auf mich wie auf den Regen, lechzten nach meinen Worten wie Felder nach den Frühjahrsschauern. Den Mutlosen lächelte ich aufmunternd zu, und mein froher Blick gab ihnen neue Zuversicht. Hiob 29, 21- 24

Hiob ist einer meiner Helden, nicht nur, weil er trotz Armut, Hautkrankheit und äußerst nervigen Freunden an Gott festhielt, sondern einfach, weil er der Mann war, der er war. Der Inhalt dieses Abschnitts, eine Schilderung von Hiob selbst über die Art und Weise, wie sein Rat von anderen aufgenommen wurde, bevor die Geschwüre seinen Körper befielen, ist das Ziel, das ich mit meinen Schreiben und Reden vergeblich anstrebe. Dieser Diener Gottes gab offenbar drei Dinge direkt aus dem Herzen Gottes an alle anderen weiter, die ihm zuhörten.

Als Erstes sagt er, dass man seine Worte „aufsog“ – sie taten den Leuten wohl. Gäbe es doch mehr wohltuende Worte in der Gemeinde! Viele Leute, denen ich begegne, sind angeschlagen durch gebrüllte Anschuldigungen und niedergedrückt durch widerhallende Ermahnungen. Jesus konnte hart sein, aber er empfand großes Mitgefühl mit den Leuten. Das tut er noch immer, und darum lassen sie uns allein seinem Namen freundlich sein, solange wir nicht ausdrücklich aufgefordert sein, uns auf irgendeine andere Weise zu verhalten.

Das Zweite ist das mit dem Regen und den Frühjahrsschauern. Hiob half seinen Zuhörern, sich innerlich erfrischt und erleichtert zu fühlen. Nachdem sie ihm zugehört hatten, fühlten sie sich ihrem Alltag besser gewachsen, nicht schlechter. Verzeihen sie, wenn ich eine meiner ständigen Litaneien weiderhole, aber der Segen Gottes ermutigt und lähmt mich nicht, sondern er gibt mir das Gefühl, dass ich vielleicht doch noch an mein Ziel gelangen könnte.

Das letze Stück ist meine Lieblingsstelle. Wenn Hiob sie anlächelte, dann konnten sie es kaum glauben. Ich habe keine Worte für das schiere Entzücken, das ich bei den wenigen (allzu wenigen) Gelegenheiten empfunden habe, bei denen ich mit ansehen konnte, wie in einem verängstigten Gesicht plötzlich das Bewußtsein aufleuchtete, das Gott sein nervöses, von Schuldgefühlen geplagtes Kind tatsächlich anlächelte. Sie können es kaum glauben! Gott ist nett! Warum hat ihnen das noch nie jemand gesagt?

Vater, hilf unseren freundlichen Worten, denen unter deinen Kindern,
die es nötig haben, die Erfrischung deines Lächelns zu bringen.

Lasst uns danach streben, das Gottes Liebe und Güte, die er uns schenkt,
auch für die Menschen sichtbar wird, die uns begegnen.

Impuls 18.02.2021 – Seht ihr es nicht?

 

Seht hin; ich mache etwas Neues; schon keimt es auf. Seht ihr es nicht? Ich bahne einen Weg durch die Wüste und lasse Flüsse in der Einöde entstehen. Jesaja 43,19

Wenige Tage vor dem letzten Wintereinbruch entdeckte ich die Schneeglöckchen, die sich gerade hervor wagten. Sie waren kaum zu entdecken. Zwei Tage später lag alles tief verschneit.
Jedes mal, wenn ich an die Stelle schaute, dachte ich an die Schneeglöckchen, von denen noch keiner wußte.
Dabei fiel mir der Vers aus Jesaja ein, der 2007 Jahreslosung war.

„Seht hin, ich mache etwas Neues, schon keimt es auf. Seht ihr es nicht?

Haben wir dies nicht schon mal erlebt? Alles scheint unbeweglich, wie erstarrt, zugefroren, keine Bewegung, keine Entwicklung. Ich kann den anderen nicht erreichen. Er ist zum Verzweifeln.
Dann völlig unerwartet bricht etwas auf. Das erste Wort, ein zaghaftes Lächeln, vielleicht ein „Entschuldige bitte!“ Langsam, fast unscheinbar beginnen Veränderungen und im Rückblick dürfen wir feststellen, daran hat Gott, von uns unbemerkt, schon längere Zeit gearbeitet.

Gestern begann die Passionszeit, auch Fastenzeit genannt. Eigentlich nimmt man sich vor auf bestimmte Dinge zu verzichten. Vielleicht wäre es gut, sich in diesem Jahr einmal Zeit zu nehmen, um die Spuren Gottes in unserem Leben, in unserer Familie, in unserer Gemeinde zu entdecken!


Impuls 13.02.2021 – Aus seiner Fülle

Ich sitze am Frühstückstisch und lese die Losung. Da heißt es heute: „Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.“ Johannesevangelium 1, 16

Mit einem Schlag wird mir wieder bewußt, das wir alles aus Gottes Hand haben. Nichts müssen, nichts können wir wirklich selbst zu unserem Leben beitragen.

 

Unsere Erde, Luft, Licht und Sonne, unsere Eltern und Familien, die Menschen die wir lieben und die uns wichtig sind, unser Leben und unsere Gesundheit. So vieles was uns wichtig ist, was für unser Leben unendbehrlich scheint können wir nur als Geschenk annehmen. Die wichtigsten Dinge im Leben sind alle Geschenkt

 

 

Aber nicht nur mein natürliches Leben betrifft das, sondern auch mein geistliches.
Mein Glaube, das ich Gott gefunden habe bzw. er mich, das ich die Erfahrung machen darf, das er mich liebt, das er mir meine Schuld vergibt, das ich jeden Tag bei ihm neu anfangen darf. Alles ist sein Geschenk, aus der Fülle seiner Liebe darf ich leben. Wir werden froh, wenn wir uns das immer wieder bewußt machen.

Und so grüße ich euch noch einmal mit unserem Losungsvers, in der Übersetzung der „Hoffnung für alle“.

„Aus seinem göttlichen Reichtum hat er uns immer und immer wieder mit seiner grenzenlosen Liebe beschenkt.“ Johannesevangelium 1, 16

Impuls 10.02.2021 – Was bleibt?

Heute will ich mal wieder eine kurze Andacht zur Losung, die ich unter dem Titel „Bethlehemskapelle“ bekomme, mit euch teilen.  Ich finde gerade in diesen Zeiten, wo so viele liebgewordene Traditionen auf Eis liegen, ist es einguter Denkanstoß.

Himmel und Erde werden vergehen, du aber bleibst.
Psalm 102,27

Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.
Hebräer 13,8

Es war schon immer so. Seit Jahrhunderten gleichen sich unsere Gottesdienste. Predigt am Sonntag. Schwarze Talare in den Landeskirchen, weiße, wenn sie denn getragen werden, bei den Herrnhutern. Bitte nicht das Vater Unser vergessen. Und den Segen am Schluss. Kirchliche Tradition ist ein Schatz. Keine Experimente. Es war schon immer so.

Das bestätigen doch die heutigen Texte: Der Glaube hat mit Gottes Ewigkeit zu tun. Nur – der Glaube lebt nicht von Wiederholungen, sondern von Beweglichkeit und Fantasie.

Gott  i s t  nicht einfach, er bleibt auch nicht einfach, sondern er ist Liebe. D i e bleibt. Sie ist nicht unveränderlich – keine Liebe ist unveränderlich! – sondern geht auf unsere Bedürfnisse ein. Der Beter von Psalm 102 war völlig kaputt; da erfährt er Gottes Liebe und kriegt wieder die Kurve zum Leben.

Jesus suchte und sucht Menschen, die Gottes Liebe nicht erwarten. Er wirft Traditionen über Bord und wendet sich, auch am Sabbat, „unreinen“ Kranken und Sterbenden, korrupten Beamten und Sex-Arbeiterinnen, Armen, aber auch dem reichen Jüngling zu. Er ist überzeugt: Erst Gottes Liebe, die bleibt, dann Traditionen, die vergänglich sind.

Es ist noch immer so.

 

Hans-Beat Motel

 



Die »virtuelle Bethlehemskapelle« bringt täglich einen aktuellen Kurzimpuls zur Losung der Herrnhuter Brüdergemeine.
In der realen Bethlehems-Kapelle in Prag hielt vor über 600 Jahren Jan Hus mit großer öffentlicher Resonanz seine Predigten in der Sprache des Volkes.
Seine Ermordung auf dem Scheiterhaufen löste die Böhmische Reformation aus, aus der über die alte Unität der Brüder auch unsere Kirche hervorging, die Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine.
Sie gibt seit 1731 die Losungen heraus.

»Bethlehem« wird Ihnen zugesandt von der Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
Weitere Informationen finden Sie unter www.losungen.de
Sie können gern eines unserer Projekte zur Verbreitung der Losungen unterstützen.www.herrnhuter-spenden.de

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine

Impuls 15.01.2021 – Seelenfutter

Jeden Wochentag bekomme ich unter der Überschrift „Seelenfutter“ einen Blog auf mein Handy. Mein heutiges Seelenfutter möchte ich gern mit euch teilen. Vielleicht tut es ja auch eurere Seele gut. Wenn du Lust hast, kannst du auch ein Seelenfutter abonieren.

Zuerst die schlechte Nachricht: Es gibt keine gerechte Welt. 😒
Nicht nur die fleißigen HelferInnen im Pflegebereich können davon ein Lied singen  🎶 …  
Wie man es dreht und wendet, es wird immer jemanden geben, der mehr hat als der andere: an Ansehen, Freunden, Schönheit oder Reichtum. 🤷‍♀️
 
Das Thema Gerechtigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch die Bibel. Ich habe sogar eine „Gerechtigkeitsbibel“ im Regal stehen. In der alle Stellen markiert wurden, in denen es um Armut und Gerechtigkeit geht – ganz schön viele.
 
Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg, erklärt was Gott unter Gerechtigkeit versteht. Einer rackert sich den ganzen Tag ab und der andere, der nur eine Stunde arbeitet, bekommt am Ende den gleichen Lohn!  😳 Hört sich spontan ungerecht an!  😠
 
Doch jeder bekommt das, was er zum Leben braucht. Unabhängig davon was er leistet. Bei Gott hat jeder eine Chance! Gott hebt die Unterschiede auf, nach denen wir Menschen in Schubladen stecken. 🤔
 
Leistung, Ausdauer, Erfolg, Kontostand … all das sind menschliche Maßstäbe. Bei Gott gelten sie nicht! In Gottes Augen ist jeder unendlich wertvoll!!
 
DU. BIST. WERTVOLL. ❤️ Egal ob andere Dich für zu faul, zu jung, zu alt, zu arm oder zu reich halten.
 
Jesus hat die Gerechtigkeit Gottes radikal gelebt! Er hat sich besonders den Menschen angenommen, die in der Gesellschaft nicht besonders hoch angesehen waren z.B. dem Gangster Zachäus, der Sünderin am Brunnen, den Armen, den Kranken, den Behinderten, auch den Kindern …
 
Er hat ihnen und aller Welt gezeigt, dass sich der Wert eines Menschen nicht nach menschlichen Maßstäben bestimmen lässt, sondern er dem Menschen allein von Gott zugesprochen wird, der ihn mit seiner Liebe ansieht und ihn für unermesslich wertvoll erklärt.
 
In Matthäus 6, 33 steht: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit,  so wird euch das alles zufallen.“
 
Und jetzt kommt die gute Nachricht: Auch wenn es hier auf Erden keine vollständige Gerechtigkeit geben wird, kannst Du mithelfen, das Gottes Gerechtigkeit schon jetzt für jeden erfahrbar wird. 😯
 
Wie? In der Art und Weise, wie Du mit anderen Menschen umgehst. Lasst uns Menschen nicht von vornherein abstempeln und in eine bestimmte Schublade stecken, ohne sie überhaupt zu kennen. Wir dürfen nicht von oben  auf andere herab gucken, uns als was Besseres fühlen und uns dann wundern, dass die Welt so ungerecht ist! Lasst uns andere wahrnehmen, sie kennenlernen, ihnen begegnen!
 
Jesus hat die Menschen gesehen, auch die, die andere ständig übersehen haben. Er ist zu ihnen gegangen und hat sie dadurch die Liebe und Zuwendung Gottes erfahren lassen.
 
Gottes Liebe steht uns zur freien Verfügung. Die können wir aber nicht hamstern wie Klopapier! Liebe wächst, wenn wir sie teilen!  😘
 
 
Überlege mal, mit wem kannst Du sie heute teilen? Lass uns die Welt zu einem besserem Ort machen!!  ✊🏼 🧂
 
Bist Du dabei?
 
 
Ich wünsch Dir ein schönes Wochenende!  🌨️ ☃️
 
Bis zum Montag.
 
Deine Mandy
 
_________
💌 Du hast das SeelenFutter weitergeleitet bekommen? Da meint es jemand gut mit Dir: www.unendlichgeliebt.de/ich-lade-dich-ein
 

Impuls 04.01.2020 – Mit IHM unterwegs

Da stand er nun, mutterseelenallein auf dem Rathausplatz. Vorsichtig schaute er sich um. Er versuchte den anderen aus dem Weg zu gehen. Sicher, er war nicht irgendwer. In der Stadt kannte ihn jeder. Er zählte zu den einflussreichsten Bürgern dieser Stadt. Wirtschaftlich hatte er lange ausgesorgt. Die Zusammenarbeit mit der Besatzungsmacht hatte sich gelohnt. Aber dieser wirtschaftliche Erfolg hatte auch seinen Preis. Die Menschen gingen ihm aus dem Weg, sie verachteten ihn. Schon manchmal hatte er sich überlegt, alles hinzuschmeißen und neu anzufangen. Aber da war sein behinderter Sohn. Er würde nie selbstständig sein können. Und seine hübsche Frau, aus gutem Hause, die einen gewissen Lebensstandart gewöhnt war. Er konnte nicht zurück. Er sehnte sich so nach etwas Achtung und Angenommensein. Aber man konnte halt nicht alles haben. Seit Tagen schon hörte er, wie die Menschen in seiner Stadt von dem Gottesmann sprachen, der durch das Land zog. Er sprach von Gottes Liebe und Zuwendung für alle Menschen. Einmal wenigstens wollte er ihn hören. Ab er konnte sich ja nicht mit den anderen am Straßenrand drängeln. Das würden sie nie akzeptieren. Er war froh, dass er den stabilen Baum, mit dem dichten Blattwerk entdeckt hatte. Schnell war er oben. Wenn er nicht gesehen werden wollte, musste er halt etwas länger warten.

Die Stunden vergingen langsam. Die Straßen füllten sich mit Menschen, der Lärmpegel schwoll an. Plötzlich erklangen Rufe: „Er kommt, er kommt.“ Vorsichtig teile er das Blattwerk und hielt Ausschau. Da kam er. Äußerlich eher unscheinbar, bahnte er sich einen Weg durch die Menge. Hier schüttelte er Hände, dort sprach er ein Gebet, an einer anderen Stelle legte er jemanden die Hände auf. Plötzlich hob er den Kopf, schaute ihm direkt in die Augen und sprach: „Komm schnell vom Baum herunter, ich muss heute bei dir einkehren.“
In diesem Moment schien die Zeit stehen zu bleiben. Er konnte es nicht fassen. Dieser Mann, von dem man sagte, er sei der Messias, wollte bei ihm einkehren – bei ihm, dem Steuereintreiber, dem Verachteten, dem Sünder.

Jesus kehrte bei Zachäus ein und begegnete ihm mit der Barmherzigkeit Gottes. Seine Liebe gilt allen Menschen. Er stellt keine Bedingungen.

In diesem Jahr steht Gottes Barmherzigkeit im Mittelpunkt. Wir sind aufgefordert diese Barmherzigkeit auch anderen entgegen zu bringen. Eine echte Herausforderung, aber sie kann die Welt verändern. Lasst es uns versuchen.

Impuls 29.12.2020 – Musik, Musik, Musik

Weihnachten und Musik

Weihnachten und Musik gehören unweigerlich zusammen. Jeder von uns hat Musik, die er unweigerlich mit Weihnachten verbindet, z.B. Bachs Weihnachtsoratorium, „Oh du fröhliche“ oder „Stille Nacht“.

Eine Musik, die ich vor Jahren entdeckt habe, ist die Böhmische Hirtenmesse von Jan Jakob Ryba. Ryba, der ein Zeitgenosse von Mozart war, hat in Tschechien Kultstatus. Es komponierte, für seine Zeit ungewöhnlich, seine Werke in tschechischer Sprache. Auch wenn ich die Worte nicht verstehe, liebe ich die volkstümliche Musik, die seinem Werk zugrunde liegt. Für euch zum Kennenlernen habe ich eine Aufnahme in deutscher Sprache herausgesucht.
(Hamburger Knabenchor St. Nikolai. Tenor: Heinz Kruse, Bass: Franz Grundheber, Orgel: Jürgen Henschen, Musikalische Leitung: Ekkehard Richter. Aufgenommen vom NDR 1978.)

Laßt euch also von den Hirten einladen mit zur Krippe zu gehen.

(Hier in voller Länge zu hören: https://www.youtube.com/watch?v=SqG-7xRpbnI&t=928s)

 

 

 

Impuls 26.12.2020 – Gott ist nahe

Heute möchte ich euch gern die Andacht zur Losung von gestern mit euch teilen:

Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;
denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.

Lukas 2,10-11

Große Freude, die allem Volk widerfahren wird.
Welche Nachricht bringt solche Freude?
Der Bericht über die ersten Impfungen?
Die Mitteilung, dass durch Corona die Luftverschmutzung abgenommen hat?
Die Verurteilung der Mörder von Kassel und Halle?
Nein,
es ist die alte Nachricht,
dass in dem kleinen Städtchen Bethlehem
unter erbärmlichen Umständen ein Kind geboren wird.
Auch heute werden in kleinen Städten
Kinder unter menschenunwürdigen Umständen geboren.

Große Freude, die allem Volk widerfahren wird?
Hier geschieht mehr:
Dies Kind wird der Heiland sein,
durch ihn will Gott zu den Menschen kommen,
Gott ist nahe!
Vielleicht unsichtbar wie ein Virus,
aber nicht bedrohlich, sondern heilsam.
Immer wieder werden wir in diesen Tagen aufgerufen
die Anwesenheit des Virus ernst zu nehmen
und entsprechend zu handeln.
Und das ist wichtig!

Wie viel mehr sollten wir die Anwesenheit Gottes ernst nehmen
und entsprechend handeln.
Für mich heißt das,
einander anstecken mit der Weihnachtsfreude:
Euch ist heute der Heiland geboren.
Gott ist nahe!



Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist!
Psalm 144,15



Johannes Welschen




Die »virtuelle Bethlehemskapelle« bringt täglich einen aktuellen Kurzimpuls zur Losung der Herrnhuter Brüdergemeine. In der realen Bethlehems-Kapelle in Prag hielt vor über 600 Jahren Jan Hus mit großer öffentlicher Resonanz seine Predigten in der Sprache des Volkes. Seine Ermordung auf dem Scheiterhaufen löste die Böhmische Reformation aus, aus der über die alte Unität der Brüder auch unsere Kirche hervorging, die Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine.
Sie gibt seit 1731 die Losungen heraus.

Impuls 25.12.2020 -Jauchzet, Frohlocket

Weihnachtsmorgen – Jesus ist geboren

Da fällt mir nichts anderes ein, als Bachs Weihnachtoratorium.
Schließt die Augen, öffnet die Ohren und lasst euch mit hineinnehmen in den Jubel, der Weihnacht.

Jauchzet, frohlocket …