Impuls 28.04.2020 – Gottes Zusage bleibt

Gerade erst heute morgen bin ich dazu gekommen, die Herrnhuter Andacht von gestern zu lesen. Ich fand es sehr ermutigend sich erneut bewußt zu machen, auch in einer scheinbar chaotischen Welt ist Gott da und er hält an seinen Zusagen fest. Lasst uns ihn neu entdecken!

Israel, du sollst mein Knecht sein; ich erwähle dich und verwerfe dich nicht. Jesaja 41,9

Hat denn Gott sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Römer 11,1

Was veranlasst Gott eigentlich dazu, seinem Volk zu sagen, dass er es nicht verwirft?
Wie kommt Paulus dazu, den Gedanken, dass Gott sein Volk verstoßen haben könnte, so eindeutig zurückzuweisen?

Es gibt anscheinend Gründe, daran zu zweifeln, ob Gott noch für die Seinen da ist.
Sonst müsste das ja nicht bekräftigt werden.

Ist Gott noch da? Kann man noch auf ihn rechnen?
Mitten in dieser Zeit, wo das Leben so durcheinandergewirbelt wird und wir verunsichert sind?

Jesus am Kreuz leidend und sterbend: Warum hast du mich verlassen?
… und dann die Auferstehung.

Vielleicht ist es ja eher so, dass wir mitten in dieser Zeit hingewiesen werden auf Gottes Dasein für uns.
Ich lasse es mir nochmal sagen:

Israel, du sollst mein Knecht sein; ich erwähle dich und verwerfe dich nicht. Jesaja 41,9

Hat denn Gott sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Römer 11,1

Und mache mich auf die Suche nach den Anzeichen von Gottes Anwesenheit in der Welt.


Dorothea Rohde

Die »virtuelle Bethlehemskapelle« bringt täglich einen aktuellen Kurzimpuls zur Losung der Herrnhuter Brüdergemeine.
In der realen Bethlehems-Kapelle in Prag hielt vor über 600 Jahren Jan Hus mit großer öffentlicher Resonanz seine Predigten in der Sprache des Volkes.
Seine Ermordung auf dem Scheiterhaufen löste die Böhmische Reformation aus, aus der über die alte Unität der Brüder auch unsere Kirche hervorging, die Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine.
Sie gibt seit 1731 die Losungen heraus.

»Bethlehem« wird Ihnen zugesandt von der Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
Weitere Informationen finden Sie unter www.losungen.de

Impuls 14.04.2021 – Wo steht dein Name?

Heute wieder ein ein kleiner Gruß, aus der Bethlehemskapelle.
Bei Lesen dieser kleinen Andacht fiel mir spontan folgende Liedzeile ein:
“ Er kennt alle unsre Namen, alle unsre Namen; hält uns alle, alle in der Hand.“
Deshalb hänge ich euch dieses Kinderlied noch mit an.
Geh getrost in den Tag mit der Gewissheit, bei Gott bist du keine Nummer, sondern sein geliebtes Kind, dass er mit Namen kennt.

 

Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.
Lukas 10,20

„Namen sind Schall und Rauch“ lässt Goethe Dr. Faustus sagen.
Schaue ich auf die große Zahl derer, die immer noch auf einen Impftermin warten, könnte er recht haben. Ganz zu schweigen von den Tausenden, die in Bolsonaros Brasilien täglich an Covid-19 sterben.


Irrtum! sagt Jesus.
72 seiner Anhänger kommen von einem Missionseinsatz zurück und berichten erfreut von ihren Erfolgen. Da könnten wir im Blick auf unser Gemeindeleben fast neidisch werden! Jesu Reaktion aber lautet: Freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind. Verwechselt eure Erfolge (und Misserfolge) nicht mit dem, was dem Leben Sinn gibt.


Der zeigt sich darin, dass Gott unsere Namen kennt – ein schönes Bild in dieser verworrenen Zeit, in der Viele nach Erklärungen und Lösungen suchen. Ein wichtiges Bild in einer Zeit, in der Virologen und Politikerinnen das Wort haben, während Worte der Kirche fast untergehen.

Dabei hat sie doch eine wunderbare Botschaft: Wir stehen im Buch des Lebens, heute und bis in alle Ewigkeit. Bei allem Drunter und Drüber können wir nicht verloren gehen. Denn Gott will uns haben, hier und jetzt.

Reden wir davon, leben wir damit! Die Welt wartet sehnsüchtig auf Trost und Halt.

Hans-Beat Motel


Die »virtuelle Bethlehemskapelle« bringt täglich einen aktuellen Kurzimpuls zur Losung der Herrnhuter Brüdergemeine.
In der realen Bethlehems-Kapelle in Prag hielt vor über 600 Jahren Jan Hus mit großer öffentlicher Resonanz seine Predigten in der Sprache des Volkes. Seine Ermordung auf dem Scheiterhaufen löste die Böhmische Reformation aus, aus der über die alte Unität der Brüder auch unsere Kirche hervorging, die Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine.
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Impuls 08.04.2021 – Wie sehe ich die Welt?

„Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus.“
Die alte Volksweisheit wird in unserem Leben immer wieder sichtbar.
So wie ich die Welt sehe, werde ich mich in ihr verhalten. Vielleicht kann die kleine Geschichte von Josef Heeg, die ich in einem Podcast der Zeit gefunden habe, uns ermutigen unsere Welt immer ein bischen heller zu sehen, als sie vielleicht ist.
Es könnte naiv sein, aber es könnte auch dazu führen, das wir erleben, das die Welt tatsächlich heller wird.

(Quelle: https://www.zeit.de/2014/17/opfer-leihgabe-auto; Podcast „Unter Pfarrerstöchtern“)

Impuls 05.04.2021 – Allein!?

 

Ich liebe die Musik von Reinhard Mey, der für mich, wie kein anderer die Dinge mit leisen Tönen auf den Punkt bringt. Auch hier ist es so.
Oft haben wir das Empfinden, im Leben allein zu stehen.

 

Aber die Botschaft der Liebe Jesu, die sich in der Auferstehung Bahn gebrochen hat, ist anders. Sie sagt mir zu, das ich nie mehr allein sein muß. Die Kreuzwege des Lebens werden uns nicht erspart bleiben, aber mit uns geht einer, der weiß, wie sich diese Situation anfühlt.
Jesus! Er lebt! Halleluja! Gehen wir mit ihm durch unser Leben.

Impuls 03.04.2021 – Richten durch Aufrichten

Gern gebe ich euch heute diese kleine Betrachtung zur Losung weiter. Wir haben einen Gott der die Welt richtet.
Aber nicht indem er alles niedermacht, was verkehrt ist, sondern indem er aufrichtet.

 

Er ist der HERR, unser Gott, er richtet in aller Welt.
Psalm 105,7

Richten, im Sinne von Aufrichten.
Wieder auf die Beine stellen,
den nach unten gerichteten Kopf sanft in die Hände nehmen
und so dem Blick Weite schenken,
den glimmenden Docht zum Brennen verhelfen,
den gebeugten Rücken stärken,
den strauchelnden Fuß vorm Fallen bewahren.

Heute, am Karsamstag, stecken wir zwischen dem Schrecken des Todes und der Hoffnung auf ein befreites Weitergehen.
Ich wünsche uns, dass wir nicht im Karsamstag stecken bleiben, sondern dieses Dazwischen wahrnehmen, aushalten und loslassen können.

Ostern reicht Jesus uns seine Hand, um uns aus unseren Verkrümmungen aufzurichten.
Lasst uns von Gott gerichtete Osterchristen sein, die einander Halt schenken, nicht nur in Coronazeiten.

Sonja Rönsch

Die »virtuelle Bethlehemskapelle« bringt täglich einen aktuellen Kurzimpuls zur Losung der Herrnhuter Brüdergemeine.
In der realen Bethlehems-Kapelle in Prag hielt vor über 600 Jahren Jan Hus mit großer öffentlicher Resonanz seine Predigten in der Sprache des Volkes.
Seine Ermordung auf dem Scheiterhaufen löste die Böhmische Reformation aus, aus der über die alte Unität der Brüder auch unsere Kirche hervorging, die Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine.
Sie gibt seit 1731 die Losungen heraus.
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Impuls 23.03.2021 – Sei getrost und unverzagt

Heute möchte ich gern, die Andacht zur Herrnhuter Losung mit euch teilen, die ich jeden Tag per Mail bekommen. Ein Wort, das uns Mut zuspricht, gerade in diesen Tagen.

Habe ich dir nicht geboten: Sei getrost und unverzagt?   Josua 1,9

Es ist eine merkwürdige Dienstanweisung an Josua.
Getrost und unverzagt – werden wir das heute sein?

Die neusten Nachrichten sind nicht ermutigend.
Jemand wollte an Ostern gern verreisen
oder wieder in der Kirche singen.
Jemand wollte im Mai ein Jubiläum nachholen
oder fröhlich geimpft wieder alle Freunde umarmen.
Alles rückt wieder in weite Ferne.

Es zeigen sich Zeichen der Ungeduld.
Getrost und unverzagt sind nur wenige.
Und doch steht es da als Gottes Gebot.

Getrost und unverzagt machen uns nicht die Nachrichten,
auch nicht unsere Willenskraft,
auch nicht ein starker Charakter.
Helfen kann uns nur das Vertrauen,
dass alles Geschehen in Gottes Hand liegt,
auch das, was ich nicht verstehe,
auch das, was mir nicht gefallen will.

Getrost und unverzagt bin ich nicht jeden Tag,
aber ich kann es stückweise lernen.
Es ist Gottes An-Gebot.

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
2.Timotheus 1,7


Frieder Waas


Die »virtuelle Bethlehemskapelle« bringt täglich einen aktuellen Kurzimpuls zur Losung der Herrnhuter Brüdergemeine.
In der realen Bethlehems-Kapelle in Prag hielt vor über 600 Jahren Jan Hus mit großer öffentlicher Resonanz seine Predigten in der Sprache des Volkes.
Seine Ermordung auf dem Scheiterhaufen löste die Böhmische Reformation aus, aus der über die alte Unität der Brüder auch unsere Kirche hervorging, die Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine.
Sie gibt seit 1731 die Losungen heraus.

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Impuls 23.02.2021 – Gottes Lächeln weitergeben

Heute möchte ich etwas aus einem Andachtsbuch von Adrian Plass weitergeben.
Er schreibt über die Helden des Alten Testamentes:

Hiob

Ja, auf mich hörten alle Leute, sie warteten schweigend auf meinen Rat. Nach mir sprach kein Zweiter mehr; meine Worte sogen sie auf. Sie warteten auf mich wie auf den Regen, lechzten nach meinen Worten wie Felder nach den Frühjahrsschauern. Den Mutlosen lächelte ich aufmunternd zu, und mein froher Blick gab ihnen neue Zuversicht. Hiob 29, 21- 24

Hiob ist einer meiner Helden, nicht nur, weil er trotz Armut, Hautkrankheit und äußerst nervigen Freunden an Gott festhielt, sondern einfach, weil er der Mann war, der er war. Der Inhalt dieses Abschnitts, eine Schilderung von Hiob selbst über die Art und Weise, wie sein Rat von anderen aufgenommen wurde, bevor die Geschwüre seinen Körper befielen, ist das Ziel, das ich mit meinen Schreiben und Reden vergeblich anstrebe. Dieser Diener Gottes gab offenbar drei Dinge direkt aus dem Herzen Gottes an alle anderen weiter, die ihm zuhörten.

Als Erstes sagt er, dass man seine Worte „aufsog“ – sie taten den Leuten wohl. Gäbe es doch mehr wohltuende Worte in der Gemeinde! Viele Leute, denen ich begegne, sind angeschlagen durch gebrüllte Anschuldigungen und niedergedrückt durch widerhallende Ermahnungen. Jesus konnte hart sein, aber er empfand großes Mitgefühl mit den Leuten. Das tut er noch immer, und darum lassen sie uns allein seinem Namen freundlich sein, solange wir nicht ausdrücklich aufgefordert sein, uns auf irgendeine andere Weise zu verhalten.

Das Zweite ist das mit dem Regen und den Frühjahrsschauern. Hiob half seinen Zuhörern, sich innerlich erfrischt und erleichtert zu fühlen. Nachdem sie ihm zugehört hatten, fühlten sie sich ihrem Alltag besser gewachsen, nicht schlechter. Verzeihen sie, wenn ich eine meiner ständigen Litaneien weiderhole, aber der Segen Gottes ermutigt und lähmt mich nicht, sondern er gibt mir das Gefühl, dass ich vielleicht doch noch an mein Ziel gelangen könnte.

Das letze Stück ist meine Lieblingsstelle. Wenn Hiob sie anlächelte, dann konnten sie es kaum glauben. Ich habe keine Worte für das schiere Entzücken, das ich bei den wenigen (allzu wenigen) Gelegenheiten empfunden habe, bei denen ich mit ansehen konnte, wie in einem verängstigten Gesicht plötzlich das Bewußtsein aufleuchtete, das Gott sein nervöses, von Schuldgefühlen geplagtes Kind tatsächlich anlächelte. Sie können es kaum glauben! Gott ist nett! Warum hat ihnen das noch nie jemand gesagt?

Vater, hilf unseren freundlichen Worten, denen unter deinen Kindern,
die es nötig haben, die Erfrischung deines Lächelns zu bringen.

Lasst uns danach streben, das Gottes Liebe und Güte, die er uns schenkt,
auch für die Menschen sichtbar wird, die uns begegnen.