Impuls 29.12.2020 – Musik, Musik, Musik

Weihnachten und Musik

Weihnachten und Musik gehören unweigerlich zusammen. Jeder von uns hat Musik, die er unweigerlich mit Weihnachten verbindet, z.B. Bachs Weihnachtsoratorium, „Oh du fröhliche“ oder „Stille Nacht“.

Eine Musik, die ich vor Jahren entdeckt habe, ist die Böhmische Hirtenmesse von Jan Jakob Ryba. Ryba, der ein Zeitgenosse von Mozart war, hat in Tschechien Kultstatus. Es komponierte, für seine Zeit ungewöhnlich, seine Werke in tschechischer Sprache. Auch wenn ich die Worte nicht verstehe, liebe ich die volkstümliche Musik, die seinem Werk zugrunde liegt. Für euch zum Kennenlernen habe ich eine Aufnahme in deutscher Sprache herausgesucht.
(Hamburger Knabenchor St. Nikolai. Tenor: Heinz Kruse, Bass: Franz Grundheber, Orgel: Jürgen Henschen, Musikalische Leitung: Ekkehard Richter. Aufgenommen vom NDR 1978.)

Laßt euch also von den Hirten einladen mit zur Krippe zu gehen.

(Hier in voller Länge zu hören: https://www.youtube.com/watch?v=SqG-7xRpbnI&t=928s)

 

 

 

Impuls 27.12.2020 – Kein Schein, sondern SEIN

Hallo, ihr Lieben!
Manchmal wird uns etwas vorgegaukelt.
Nicht nur eine Gans, ist dann etwas ganz Anderes.
Mit Christi Geburt wird Gott real.
Kein Fotoshop, keine Bildcollage, kein Friede-Freude-Eierkuchen.
Als schreiendes Baby kommt Gott auf die Welt.

Hilflos, schutzlos und ganz echt – so kommt er zu uns.
Kein Schein, sondern SEIN. Darauf können wir uns verlassen.

Ihr Lieben, ich wünsche euch einen schönen Sonntag!
Gott segne und behüte euch und halte euch in seinen Armen!
Mit herzlichen Grüßen
Anett Kemter
P.S. Noch ein kleines Lied – das Gebet des Hirtenjungen.

Impuls 26.12.2020 – Gott ist nahe

Heute möchte ich euch gern die Andacht zur Losung von gestern mit euch teilen:

Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;
denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.

Lukas 2,10-11

Große Freude, die allem Volk widerfahren wird.
Welche Nachricht bringt solche Freude?
Der Bericht über die ersten Impfungen?
Die Mitteilung, dass durch Corona die Luftverschmutzung abgenommen hat?
Die Verurteilung der Mörder von Kassel und Halle?
Nein,
es ist die alte Nachricht,
dass in dem kleinen Städtchen Bethlehem
unter erbärmlichen Umständen ein Kind geboren wird.
Auch heute werden in kleinen Städten
Kinder unter menschenunwürdigen Umständen geboren.

Große Freude, die allem Volk widerfahren wird?
Hier geschieht mehr:
Dies Kind wird der Heiland sein,
durch ihn will Gott zu den Menschen kommen,
Gott ist nahe!
Vielleicht unsichtbar wie ein Virus,
aber nicht bedrohlich, sondern heilsam.
Immer wieder werden wir in diesen Tagen aufgerufen
die Anwesenheit des Virus ernst zu nehmen
und entsprechend zu handeln.
Und das ist wichtig!

Wie viel mehr sollten wir die Anwesenheit Gottes ernst nehmen
und entsprechend handeln.
Für mich heißt das,
einander anstecken mit der Weihnachtsfreude:
Euch ist heute der Heiland geboren.
Gott ist nahe!



Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist!
Psalm 144,15



Johannes Welschen




Die »virtuelle Bethlehemskapelle« bringt täglich einen aktuellen Kurzimpuls zur Losung der Herrnhuter Brüdergemeine. In der realen Bethlehems-Kapelle in Prag hielt vor über 600 Jahren Jan Hus mit großer öffentlicher Resonanz seine Predigten in der Sprache des Volkes. Seine Ermordung auf dem Scheiterhaufen löste die Böhmische Reformation aus, aus der über die alte Unität der Brüder auch unsere Kirche hervorging, die Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine.
Sie gibt seit 1731 die Losungen heraus.

Impuls 25.12.2020 -Jauchzet, Frohlocket

Weihnachtsmorgen – Jesus ist geboren

Da fällt mir nichts anderes ein, als Bachs Weihnachtoratorium.
Schließt die Augen, öffnet die Ohren und lasst euch mit hineinnehmen in den Jubel, der Weihnacht.

Jauchzet, frohlocket …

Impuls 24.12.2020 – Auch eine Weihnachtsgeschichte

 

Auch eine Weihnachtsgeschichte
Der alte Mann, er sitzt auf einer Bank. Immer wieder schaut er zu dem kleinen Jungen, beobachtet ihn nun schon eine ganze Weile. Dort vor dem Automat mit den Schokoriegeln steht er. Abwechselnd schaut er zu dem Geld in seiner Hand und zu den Süßigkeiten.
Immer mal wieder, schüttelt er dabei traurig den Kopf. Es war, als würde er erwarten, dass sein Geld irgendwann doch reichen würde.
Auf dem Gesicht des Mannes breitet sich ein Lächeln aus. Ja, das soll der Kleine haben.
Langsam und schwerfällig steht der Alte auf, schlurft zu dem Kind und legt einen Euro in dessen Hand.
Wie schön ist es, die strahlende Freude des Kleinen zu sehen.
Schnell wirft er die Münzen ein und drückt auf einen Knopf. Man hört es poltern. Der Junge nickt zufrieden. Lächelnd dreht er sich um und – geht. Der alte Mann ruft hinter ihm her: „Hast du nicht etwas vergessen.“
„Nein“, sagte das Kind, „Ich wollte nur irgend jemanden, mit dem Schokoriegel, eine Freude machen. Es ist doch Weihnachten.“
Zurück bleibt ein verblüffter, sehr nachdenklicher alter Mann.
Ich wünsche euch ein gesegnetes Christfest und Gottes Nähe und Schutz!
Mit herzlichen Grüßen
Anett Kemter

Impuls 23.12.2020 – Heute freuen

Besonders auch jetzt in dieser, so kontaktarmen Zeit!
Hallo, ihr Lieben!
Ich wünsche euch eine gute Weihnachtswoche.
Möge sie ausgefüllt und erfüllend, voller Freude und mit guten und natürlich sicheren Begegnungen sein. Habt gelingende Vorhaben und wohltuende Oasenzeiten. Schenkt euch und Anderen ein Lächeln. Es ist vielleicht nicht immer zu sehen, aber ganz sicher zu spüren. 😷🙂
Und sag es dir oft und von Herzen: „Das hab ich richtig gut gemacht! 👍
Gottes guter Segen sei mit dir! Sei beschützt, gehalten und von seiner Fürsorge umgeben!
Mit herzlichen Grüßen
Anett Kemter

Impuls 20.12.2020 – Gott, deine Kinder

 

4. Advent.
Da sind sie nun, die ganzen schönen Advents- und Weihnachtslieder. Und doch wollte mir keins so richtig passen.
Eine ganz andere Liedzeile hat sich leise in mein Herz geschlichen. „Gott, deine Kinder wollen dich sehn“.
Dann habe ich sie vor Augen gehabt, die Menschen der Heiligen Nacht.
Maria, die junge Frau. Hatte sie Angst vor der Geburt? Aus allem Gewohnten heraus gerissen, würde sie irgendwo in der Fremde, mit viel Schmerzen,
ihr erstes Kind zur Welt bringen.
Und der gute, vermutlich nicht mehr ganz so junge Josef. Hat er innerlich gegen diese Anordnung von der Regierung, aufbegehrt. Fühlte er sich hilflos und wollte doch so stark sein?
Oder die Hirten? Sie waren die Verachteten der Gesellschaft. Mit ihnen gab man sich doch nicht ab. Sie lud man nicht ein, sie blieben alleine. Sollten wirklich sie, von den Engeln ausgewählt worden sein, dieses besondere Kind zu sehen?
„Gott, deine Kinder wollen dich sehn.“
Maria, Josef und die Hirten, sahen ihn zuerst. Sie schauten auf den neugeborenen Jesus, ohne irgendeinen Heiligenschein.
Stellen wir uns doch, mit all unseren Ängsten und all dem Ungewohnten, auch mit unserem körperlichen und seelischen Schmerz, zu Maria.
Stellen wir uns doch, mit unserer Hilflosigkeit, unserem Aufbegehren und unserem Unverständnis, zu Josef.
Stellen wir uns doch mit unserer Einsamkeit, mit unseren Traurigkeiten und Zweifeln, zu den Hirten.
Stellen wir uns mit, zu dem neugeborenen Jesus.
Vielleicht huscht dann so ein kleines Lächeln über unser Gesicht und es breitet sich Freude, Licht und Wärme in uns aus.
Und auch dieses Gefühl: „Ich bin nicht allein“ Schön, dass das auch schon heute und nicht nur am Heiligabend so ist.
Dann ist das Lied der Esmeralda, aus dem „Glöckner von Notre Dame“ – „Gott deine Kinder wollen dich sehn“  vielleicht doch ein Weihnachtslied – und, auch ein Lied für alle Tage.
Seid gesegnet und behütet und bleibt gesund!
Mit herzlichen Grüßen
Anett Kemter

Impuls 14.12.2020 – Hoffnungslicht

Hallo, ihr Lieben!
Das ist schon ein besonderes Jahr.
Und es ist eine ganz besondere Adventszeit.
Herausfordernd ist sie, aber halt ganz anders als sonst.
Da sind es nicht die Jagd nach Geschenken, die zahlreichen Advents- und Weihnachtsfeiern
oder die umfangreichen Vorbereitungen für das große Familienfest, die unsere Tage ausfüllen.
Da ist es doch eher der Kampf gegen die Krankheit, gegen Angst, Einsamkeit, Unsicherheit und Resignation.
Mit meinem kleinen Gruß, möchte ich ein Licht der Hoffnung und Zuversicht anzünden. Vielleicht ist es auch das Krümchen Zucker, dass euren Alltag ein kleines bisschen versüßt.
Ich wünsche euch eine gute Woche, mit viel Grund, euch zu freuen und dankbar zu sein.
Bleibt behütet und gesund!
Mit herzlichen Grüßen
Anett Kemter

Impuls 13.12.2020 – Gloria … gerade jetzt

Können Sie sich noch erinnern?
Es gab Adventszeiten, geprägt von Einkaufsausflügen in große Shoppingcenter.
Menschen über Menschen drängen sich vorwärts, eilen schnell ins nächste Geschäft, das letzte Geschenk noch und dann endlich nach Hause. Mitten in diese Geschäftigkeit bricht ein Engelchor. „Ehre sei Gott in der Höhe“ – nicht in der feierlichen Kirche, sondern mitten in unserem Alltag.
Einladung innnezuhalten, der Botschaft zu lauschen und in das Lob mit einzustimmen.

Immer ist die Zeit für ein Gloria, gerade auch in diesen Zeiten!
Ich wünsche Euch allen einen schönen 3. Advent!

Impuls 10.12.2020 – Bethlehemkapelle

Seit einigen Monaten bekommen wir jeden Tag eine kurze Andacht zur Losung.
Die von heute möchte ich euch gerne weitergeben.

 

„Die Herrlichkeit des Herrn soll offenbart werden, und alles Fleisch miteinander wird es sehen; denn des Herrn Mund hat’s geredet.
Jesaja 40,5

Wir haben es ja schon geahnt,
dass die angeordneten Maßnahmen nicht ausreichen werden.
Auch das Singen im Gottesdienst ist ab sofort verboten.
Wie sollen wir da noch Gottes Herrlichkeit verkünden?

Meine erste Reaktion:
Ohne Singen – geht gar nicht.
Ohne Singen gibt es keinen Gottesdienst.
Also sind alle Gottesdienste verboten.

Dann mache ich mir klar,
was ich eigentlich ja weiß:
Das ganze Leben soll ein Gottes-Dienst sein,
Arbeit und Ruhe, Reden und Schweigen.

Und wie offenbart Gott seine Herrlichkeit?
Im Tempel und im Stall,
bei einer Hochzeit und bei kranken Leuten,
am See, auf Bergen – und am Kreuz.

Also Advent und Weihnachten feiern!
Wenn notwendig, auch ohne Singen.
Die Herrlichkeit des Herrn findet ihre Wege.
Mit wachen Sinnen können wir sie entdecken.

Lass uns deine Herrlichkeit sehen auch in dieser Zeit …“

Frieder Waas

Die »virtuelle Bethlehemskapelle« bringt täglich einen aktuellen Kurzimpuls zur Losung der Herrnhuter Brüdergemeine.
(Anmeldung unter bethlehem@ebu.de)
In der realen Bethlehems-Kapelle in Prag hielt vor über 600 Jahren Jan Hus mit großer öffentlicher Resonanz seine Predigten in der Sprache des Volkes.
Seine Ermordung auf dem Scheiterhaufen löste die Böhmische Reformation aus, aus der über die alte Unität der Brüder auch unsere Kirche hervorging, die Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine.
Sie gibt seit 1731 die Losungen heraus.